CT

Mehrschicht-Computertomographie - MSCT

Die Diagnostik im EPC erfolgt in der Regel ohne CT, d.h. ohne Strahlenexposition. Nach eingehender Risikostratifizierung besteht aber an allen EPC-Standorten die Möglichkeit der Mehrschicht-Computertomographie (MSCT), die mit optimaler Auflösung selbst feinste Veränderungen z.B. der Herzkranzarterien darstellt.

Mit der neuesten Generation der Mehrschicht-Computertomographie wird der Körper durch eine sich sehr rasch drehende Röntgenröhre gefahren. Die groߟe Datenmenge wird durch einen Computer zu zwei- und dreidimensionalen Schnittbildern verarbeitet.

Am Düsseldorfer EPC-Standort steht unter gleichem Dach das CT der neuesten Gerätegeneration SOMATOM Dual Source Definition, Siemens Medical Solutions bei Indikation zur Verfügung.

 

 

Kardiale Mehrschicht-Computertomographie (MSCT):

Die kardiale MSCT hat in den letzten Jahren einen hohen Grad an Evidenz erhalten, i.e. Sie ist wissenschaftlich gut untersucht und in den amerikanischen und europäischen Leitlinien verankert.
Es sind 2 Verfahren mit unterschiedlicher Indikation vorhanden.

1. CACS = koronares Calcium Scoring (coronary artery calcium scoring)

Das koronare Calcium-Scoring (CACS; coronary artery calcium scoring) ist eine Kontrast-freie Untersuchung, in der lediglich nach Verkalkungen der Herzkrankarterien befandet wird und das Ausmaß vermessen wird. Es ist eine Erweiterung der sogenannten kardiovaskulären Risikostratifikation, die im Wesentlichen das Profil an Risikofaktoren (wie z.B. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung etc.) sucht. Es ist wissenschaftlich gut belegt, das sich damit eine erweiterte Voraussagbarkeit des Risikos ergibt. Leitliniengerecht wird diese Untersuchung im intermediären, also mittleren Risikofaktorenbereich durchgeführt. Es ist m.E. keine Screening-Untersuchung, die als Reihenuntersuchung immer durchzuführen ist, wie es z.T. unter mehr pekunären Bestrebungen leider immer wieder in einigen Zentren erfolgt. Wichtig ist auch, das mit positiven Befunden tatsächlich Atherosklerose vorliegt, was mit aggressiveren, präventiven Therapien einhergeht.

2. CCTA = nicht-invasive Koronarangiographie (coronary computed tomography angiography)

Die nicht-invasive Koronarangiographie (CCTA; coronary computed tomography angiography), stellt unter Verwendung von Kontrastmitteln die Herzkranzarterien ähnlich dem invasiven Herzkatheter dar. Die aktuellen Studienlage weist die Methode als sehr sensitiv und spezifisch aus, i.e. die diagnostische Aussagefähigkeit ist sehr hoch und liegt fast im Bereich des invasiven Vorgehens. Sie wird im diagnostischen Vorgehen oft auch gerne als „gatekeeper“ genannt, man umgeht in vielen Fällen die Notwendigkeit des invasiven Vorgehens. Weiterhin ist eine Beurteilung der Plaquemorphologie, i.e. die Zusammensetzung atherosklerotischer Veränderungen der Arterienwand untersuchbar (verkalkt, weich etc.), auch der o.g. Verkalkungsgrad ist messbar. Diese Aussagen sind in der Herzkatheteruntersuchung nicht zu erhalten, die mehr eine Luminologie, eine Kontastmittelsäule als indirekte Konturerkennung der Arterienwände erkennen lassen kann. Im EPC wird leitliniengerecht eine Indikationsstellung vorgenommen, welche sich an einer mittleren Prätestwahrscheinlichkeit orientiert. Eine hohe Prätestwahrscheinlichkeit (i.e. die Chance ist sehr hoch, dass derjenige relevanten Herzkranzgefäßverengungen aufweist) indiziert auch weiterhin das invasive Vorgehen, bei dem dann auch gleich eine Intervention erfolgen kann, i.e. z.B. ein Stent in das Gefäß eingesetzt werden kann.

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