Glossar der Fachbegriffe

Aktivitäts-Monitoring

Mit einem Armbandsensor wird im Verlauf von sieben Tagen der tägliche Energieumsatz (Kalorien), die Dauer physischer Aktivität, die Gesamtzahl der Schritte und die Schlagdauer monitorisiert. Dies ist eine wichtige Hilfe im Lifestyle-Coaching.

Anthropometrie

Anthropometrische Untersuchungen bestehen in Messungen und Berechnungen des Body Mass Index, des Taillen- und Hüftumfangs sowie der Körperzusammensetzung (Fett, Wasser, Biomasse).

Bioimpedanzanalyse

BIA 101, Bioelektrische Impedanzanalyse, von SMT medical

Gesamtanalyse der Körperzusammensetzung. Bestimmung von Körperzellmasse, Muskelmasse und abgeleitetem Grundumsatz.

Calcium-Scoring und nichtinvasive Koronarangiographie

Durch die hohe Auflösung der CT-Geräte kann auch das Herz sehr gut untersucht werden. Wichtig ist dabei der Nachweis von Verkalkungen der Herzkranzarterien. Mit der Gabe von wenig Kontrastmittel in eine Armvene lassen sich auch die Herzkranzgefäße in hoher Auflösung darstellen, so dass mögliche Verengungen erkennbar werden. Somit kann in vielen Fällen auf eine risikobehaftete Herzkatheteruntersuchung verzichtet werden.

Coloskopie, virtuelle

Mit der hochauflösenden Computertomographie können die Bilddaten im Darmbereich so rekonstruiert werden, dass bei dem Betrachter der Eindruck einer „Reise durch den Darm“ entsteht. Zum Teil werden Befunde in schwer einzublickenden Winkeln (hintere Darmfalten) sogar besser als durch die Endoskopie erfasst. Dies gilt insbesondere für sogenannte Polypen („pilzartige“ Ausstülpungen), die mit hoher diagnostischer Genauigkeit erfasst werden können. Polypen sind häufig Vorläufer von Darmkrebs. Prinzipiell ist eine virtuelle Coloskopie auch ohne Strahlenexposition mit der (->) MRT möglich. Hierbei ist aber die diagnostische Genauigkeit geringer.

CT / Mehrschicht-Computertomographie

Mit der neuesten Generation der Mehrschicht-Computertomographie wird der Körper durch eine sich sehr rasch drehende Röntgenröhre gefahren. Die große Datenmenge wird durch einen Computer zu zwei- und dreidimensionalen Schnittbildern verarbeitet. Dabei können auch die Herzkranzgefäße sehr gut dargestellt werden.

Duplex-Sonographie der Halsschlagadern

Hierbei werden die hirnversorgenden Gefäße durch Ultraschall dargestellt. Wichtige Messwerte sind die sogenannte Interna-Media-Dicke (Gefäßinnenwand) der Halsschlagadern sowie der Nachweis atherosklerotischer Plaques und Gefäßverengungen, von denen Schlaganfälle ausgehen können.

Echokardiographie

Die Herzultraschalluntersuchung wird mit einem High-End-Gerät durchgeführt und gibt Aussagen zu Herzfunktion und Herzklappen. Doppler-Methoden präzisieren die Aussagen zum Blutfluss und zum Herzmuskel.

EKG

Die elektrische Stromkurvenaufzeichnung des Herzens (Elektrokardiographie) ist eine kardiologische Standarduntersuchung und weist auf durchgemachte Herzinfarkte, Mangeldurchblutung oder Wandverdickungen des Herzens hin. Auch Herzrhythmusstörungen sind zu erkennen.

Ergospirometrie mit EKG

Mit der Ergospirometrie wird die kardiopulmonale Funktion durch Atemgasanalyse objektiviert und hilft entscheidend in der Erstellung eines zu empfehlenden Fitness- Programms. Die Zuverlässigkeit wird mit einer Laktat(= Milchsäure)-Bestimmung (Stich ins Ohrläppchen) erhöht.

Ganzkörper-MRT Angiographie (Gefäße)

Verfahren der Magnetresonanztomographie (siehe MRT). Durch eine Kontrastmittelapplikation in eine Vene ist eine nichtinvasive Komplett-Gefäßdarstellung oder gezielt die Darstellung einer Organ- oder Extremitätendurchblutung möglich.

Ganzkörper-MRT Nativ

Verfahren der Magnetresonanztomographie (siehe MRT). Für ein komplettes Screening des Körpers kann mit der neuesten Gerätegeneration ein Ganzkörper-Magnetresonanztomogramm durchgeführt werden. Dabei wird nach tumorösen Veränderungen, nach im Brustkorb oder Bauch gelegenen Fettansammlungen oder auch degenerativen Veränderungen des Bewegungsapparates gefahndet.

Lungenfunktion

Durch die Messung der Atemfunktion kann festgestellt werden, ob die Bronchien verengt sind oder eine Lungengerüsterkrankung besteht.

MRT / Magnetresonanztomographie

Mit rasch wechselnden Magnetfeldern werden Protonen so ausgelenkt, dass deren Rückstellbewegung mit unterschiedlich hochfrequenten Wellen abhängig vom Gewebe einhergeht. Hierdurch werden hervorragende Schnittbilder erzeugt. Die Methode funktioniert ohne Röntgenstrahlen- Exposition.

PET / CT

Dieses innovative High-Tech-Diagnosegerät ist eine Kombination aus zwei unterschiedlichen bildgebenden Untersuchungsverfahren.

  • PET. Mit Hilfe der PET (Positronen-Emissions-Tomographie) lassen sich Stoffwechselvorgänge im Körper dreidimensional darstellen.
  • CT. Die Computertomographie ist ein Verfahren, bei dem mittels Röntgenstrahlen die Struktur des Körpers aufgenommen wird. Die große Datenmenge wird dann durch einen Computer zu zwei- und dreidimensionalen Schnittbildern verarbeitet.

PET/CT. Die Bildinformationen von PET (zum Stoffwechsel) und CT (zur Struktur) ergänzen sich in optimaler Weise. Mit der Entwicklung des PET/CT können heute die Vorteile beider Diagnoseverfahren in nur einem Untersuchungsvorgang genutzt werden.

Anwendungsbereiche. Das PET/CT ist das zweifellos mächtigste Instrument der modernen Krebsfrüherkennung und Krebsdiagnostik. Krebszellen werden aufgrund ihres erhöhten Stoffwechsels aufgespürt. Zum allgemeinen, präventiven Tumor-Screening eignet sich das PET/CT allerdings nicht. Anwendung findet die PET/CT-Untersuchung auch in der Neurologie (z.B. Parkinson, Alzheimer). Anwendungsentwicklungen in der Kardiologie sind vielversprechend (aktive entzündliche Veränderungen an den Herzkranzarterien).

Polygraphie und Schlafapnoe-Screening

SOMNOcheck

Es werden nächtliche Phasen des Atemstillstands erfasst, die häufig im Zusammenhang mit kardiovaskulären Risikofaktoren und Grunderkrankungen stehen.

Pre-Check

Ein Vorab-Check des Herzkreislaufsystems basiert auf den ausführlichen Daten der Vorgeschichte und wichtigsten Laborwerten, die vorab bestimmt werden. Die Risikostratifikation wird mit dem sogenannten PROCAM-Score ermittelt. Davon abhängig werden die weitergehenden Untersuchungen definiert.

Psychometrie

Durch Fragebogenevaluierung und Computertests können früheste Formen kognitiver Störungen erfasst werden.

Pulswellenanalyse

Durch eine nichtinvasive Registrierung des Pulswellenverlaufs werden Aussagen zur Steifigkeit der Arterien gemacht. Dies erlaubt Aussagen zu frühesten Formen der Atherosklerose.

Screening Labor

Die wichtigsten Laborwerte werden in Zusammenarbeit mit einem Zentrallabor bestimmt und stehen stets zur Abschußbesprechung am Untersuchungstag zur Verfügung.

TalkingEyes

Spiegelung des Augenhintergrundes über www.talkingeyes-and-more.de

Die Augenuntersuchung wird im EPC telemedizinisch durchgeführt. Die mit einer standardisierten Funduskamera im EPC aufgenommenen Bilder des Augenhintergrundes werden elektronisch zum Tele-Ophthalmologischen Institut Erlangen (TOI) geschickt und dort von Augenärzten (Ophthalmologen) ausgewertet.

Die Spiegelung des Augenhintergrundes gestattet die direkte Einsicht in die Arterien. Mit dieser Untersuchung werden Veränderungen der feinen Gefäße der Netzhaut im Auge sichtbar gemacht. Atherosklerose kann früh erkannt werden. Veränderungen der Netzhautgefäße zeigen frühzeitig an, ob zu hoher Blutdruck oder zu hohe Blutfette die kleinsten Gefäße bereits geschädigt haben.

Normale Netzhautgefäße.

Die Sehnerv ist gesund, die Netzhautmitte (Macula) ist regelrecht, die Arterien und Venen der Netzhaut zeigen keine Gefäßveränderungen (Mikroangiopathien).

Milde Gefäßveränderungen der Netzhaut (milde retinale Mikroangiopathie):

Die Sehnerv zeigt eine beginnende Abblassung (Opticusatrophie). Es zeigen sich Einblutungen in die Netzhaut (retinale Blutungen). Die Gefäße der Netzhaut zeigen beginnende Veränderungen (umschriebene Gefäßverengungen).

Moderate Gefäßveränderungen der Netzhaut (moderate retinale Mikroangiopathie):

Es zeigen sich aufgrund von umschriebenem Sauerstoffmangel kleine Infarkte der Sehnervenfasern (retinale Mikroinfarkte oder Cotton Wool Spots), umschriebene Verengungen der Venen im Kreuzungsbereich von Arterien (arterio-venöse Kreuzungszeichen) und umschriebene (fokale) Einengungen der Arterien des Augenhintergrunds.

Ausgeprägte Gefäßveränderungen der Netzhaut (ausgeprägte retinale Mikroangiopathie):

Der Sehnerv ist aufgrund von Sauerstoffmangel geschwollen. Es zeigen sich Einblutungen in die Netzhaut (retinale Blutungen), auskristallisierte gelbliche Blutserumbestandteile (Exsudate) und aufgrund von umschriebenen Sauerstoffmangel kleine Infarkte der Sehnervenfasern (retinale Mikroinfarkte oder Cotton Wool Spots).

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