Herz-Kreislaufsystem

In den industriellen Ländern wie denen Europas und den USA sind die Herz-Kreislauferkrankungen nach wie vor die häufigste krankheitsbedingte Todesursache.

Mortalität (Sterblichkeit) rückläufig, die Morbidität (Krankheitshäufigkeit) geht parallel hoch.
Durch die Fortschritte in der Erkennung und Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen ist zwar deren tödlicher Ausgang in den letzten Jahren etwas rückläufig, allerdings steigt die Anzahl der an Herzkreislauferkrankungen leidenden Patienten, also die Krankheitslast. Dies ist darauf zurückzuführen, dass überlebte Herzinfarkte einen geschädigten Herzmuskel hinterlassen, der langfristig zu den Symptomen einer beeinträchtigenden Herzschwäche führt. Daher ist die rechtzeitige Identifizierung von Menschen mit erhöhtem Risiko für die Herz-Kreislauferkrankungen eine ganz wesentliche Aufgabe, die aber immer noch nicht konsequent genug verfolgt wird.

Das erste Symptom ist nicht selten bereits der plötzliche Herztod.

So besteht ein Hauptgrund für die Check-Up-Medizin im EPC in der Erfassung von Herz-Kreislaufrisiken, noch bevor es zum Auftreten von Komplikationen kommt. Dabei kommt der Früherkennung von Atherosklerose (Verdickungen und Verkalkungen der Arterienwände als Ursache von Herzinfarkten und Schlaganfällen) eine besondere Bedeutung zu. Das übliche Abwarten vieler Patienten bis zu den ersten Beschwerden ist schon deswegen nicht sinnvoll, da das erste Symptom nicht selten bereits der Tod sein kann (plötzlicher Herztod).

Seit wenigen Jahren wissen wir: in sehr kurzen Zeitabschnitten kann es zu einer sehr raschen Zunahme der Verengung von Herzkranzgefäßen kommen.

Bis vor wenigen Jahren wurde vermutet, dass die Arterienverkalkung ein gleichmäßig verlaufender kontinuierlich zunehmender Prozess ist. Mittlerweile wissen wir aber, dass es in sehr kurzen Zeitabschnitten zu einer sehr raschen Zunahme der Verengung von Herzkranzgefäßen kommen kann, als deren Folge bedrohliche Krankheitsbilder wie beispielsweise der Herzinfarkt stehen. Schon relativ frühe und flache arterielle Gefäßwandveränderungen können aufbrechen und verursachen Gerinnsel, die die Gefäße weiter verschließen.

Dieser Vorgang hat häufig keine Warnsignale im Vorfeld. Die Veränderungen können jedoch mit den heutigen diagnostischen Möglichkeiten schon vor den verschlimmernden Krankheitsereignissen nachgewiesen werden. Hierzu müssen moderne diagnostische Methoden zum Einsatz kommen, die sich von herkömmlichen Verfahren (wie z.B. einem Belastungs-EKG) unterscheiden. Diese neuen bildgebenden Verfahren haben eines gemeinsam: Es wird immer direkt die Atherosklerose dargestellt und gesehen!

Atherosklerose kann mit den modernen diagnostischen Methoden sehr früh erkannt werden.

Durch modernste Geräte und eine abgestimmte professionelle Anwendung der Untersuchungsverfahren unter Berücksichtigung definierter Ablaufschemata, gewährleistet die Checkup-Medizin des EPC ein Höchstmaß an medizinischer Qualität und Treffsicherheit mit dem Ziel lebensbedrohliche Komplikationen von Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden.

Zusätzlich zielen die empfohlenen präventiven Maßnahmen wie individuelle Ernährungs- und Fitnessprogramme in erster Linie auf einen gesunden Lebensstil ab. In Einzelfällen kann auch eine präventive Medikamentengabe notwendig werden.

Clogged Artery - Cholesterol plaque - iso view

Prof. Dr. Uwe Nixdorff beantwortet Fragen zur Herzvorsorge:
Herzvorsorge-Experte auf
FRAG-DEN-PROFESSOR.DE Hier gehts zu den Video-Clips.
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